Die von der Barnimer Busgesellschaft eingesetzten O-Busse sind von Blinden und Sehbehinderten gut nutzbar. Sie sind mit einer akustischen Fahrgast information ausgerüstet, die über die nächste Haltestelle informiert. Leider ist diese Ansage oft zu leise eingestellt und dadurch nicht verständlich.
Auch die vom Stadtbauamt seit 2002 errichteten Haltestellen erfüllen die Forderungen dieser Behindertengruppe. Zukünftig sollen alle Haltestellen in gleicher Weise gestaltet werden.
Nach meinen persönlichen Erfahrungen kann ich feststellen, dass die Busfahrer sich rücksichtsvoll und hilfsbereit gegenüber blinden Fahrgästen verhalten. Benutze ich ohne Begleitung den O-Bus, habe ich natürlich meinen Langstock dabei. Und da bin ich schon bei meinem ersten Hinweis:
Für den Fahrer muss erkennbar sein, dass ein blinder oder stark sehbehinderter Fahrgast einsteigt. Und das beste Erkennungszeichen ist ein weißer Stock.
Zu empfehlen ist der Einstieg in Tür 1 oder Tür 2. Man gelangt stufenfrei in den Fahrgastraum und befindet sich in Nähe des Fahrers.
Beim Einstieg in die 1. Tür bleibt einem das Suchen nach dem Türöffner erspart. Die Tür wird vom Fahrer geöffnet.
Außerdem ist die Gefahr geringer, dass Sie den meist sehr leisen O-Bus überhören. Stehen Sie an der 1. Tür und steigen als Blinder nicht ein, wird der Fahrer sicherlich nachfragen.
Beim Einstieg durch die 1. Tür kann man sicher sein, vom Busfahrer bemerkt zu werden. Man sollte die Gelegenheit nutzen, sein Fahrziel mitzuteilen. So vermeidet man, dass der Bus dort durchfährt. Wurde im Bus kein Anforderungsknopf zum Aussteigen gedrückt und wartet kein Fahrgast an der Haltestelle, so hält der Bus oft nicht
Zum Einstieg in den vorderen Teil des O-Busses muss man sich beim Warten auf den Bus rechts vom Haltestellenschild aufstellen. Der Bus hält so, dass die Mitte des Busses am Haltestellenschild zum Stehen kommt. Bei korrektem Halt des Busses befindet sich die 1. Tür an dem Rillenplattenstreifen.
Ist eine Haltestelle außerhalb der gemeinsamen Route von "Ostender" und "Nordender" das Ziel, sollte man sich zur Sicherheit bei anderen wartenden Fahrgästen oder beim Busfahrer erkundigen, ob es sich um den richtigen Bus handelt.
Ein Sitz für Schwerbehinderte befindet sich im Bus gleich neben der 1. Tür.
Durch Betätigen eines entsprechenden Knopfes kann das automatische Schließen der 2. Tür unterbunden werden. (siehe auch Gelenkgliederobusse).
Ein sicheres Aussteigen ist durch die 1. Tür möglich. Hält man sich rechts vom Haltebügel kommt es zu keiner Behinderung der einsteigenden Fahrgäste.
An dieser Stelle sei noch einmal auf Ihre Möglichkeiten der Meinungsäußerung hingewiesen:zurück zu "Blinde Passagiere" im Obus
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