Blinde und Sehbehinderte am Computer

Für unsere Computer-Frischlinge

Steht bei Ihnen zuhause vielleicht auch ein PC, Notebook oder Netbook mit dem Ihr Mann im Internet surft und Ihr Sohn Mahjongg spielt? Und Ihnen bleiben viele Möglichkeiten der Nutzung eines solchen Gerätes verborgen, da Sie nur schlecht oder gar nicht erkennen können, was auf dem Bildschirm dargestellt wird? Dabei wäre ein solcher Computer insbesondere für Sie eine große Hilfe beim Erledigen Ihrer Post, der Suche nach der Telefonnummer Ihres Arztes, oder der Adresse Ihrer Schwiegermutter. Schon gleich nach dem Start des Computers könnten Sie auf Ihre nächsten Termine hingewiesen werden.

Meine ersten Erfahrungen an einem Computer sammelte ich 1988. Ein Sehender saß neben mir und las mir den Bildschirminhalt vor. Erfreulicherweise gibt es inzwischen moderne technische Lösungen, die es Blinden und Sehbehinderten erlauben, weitestgehend ohne sehende Helfer selbständig am PC zu arbeiten.

Ich kann nur Jeden ermuntern, eventuelle Ängste vor diesen "technischen Kram" zu überwinden. Hören Sie sich bei blinden oder sehbehinderten Computernutzern um, besuchen Sie Vorführungen von Hilfsmittelanbietern. Besorgen Sie sich eine Demoversion der für Sie in Frage kommenden Software.

Sicherlich wird es zum bleibenden Erlebnis, wenn der Computer die ersten Worte zu Ihnen spricht. Schnell wächst das Bedürfnis, immer mehr "aus ihm herauszuholen". Geben Sie nicht auf, wenn es zum einen oder anderen Rückschlag für Sie kommen sollte, wenn Sie einiges lernen müssen um den Computer effektiv nutzen zu können.

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Hartmut Wittig, Eberswalde | Datum der letzten Änderung: 10. April 2010