Blinde und Sehbehinderte am Computer

Sehbehinderte am Computer

Reichen Brillen und Haftschalen nicht mehr aus, so wird der Sehbehinderte zu Lese- bzw. Fernrohrbrillen greifen. Deren Nutzung ist aber nur kurzzeitig und zum Erkennen von einzelnen kleinen Bildausschnitten sinnvoll. Die Orientierung auf dem Monitor erfordert eine große Konzentration.

Je nach Form der Sehbehinderung kann durch Veränderung von Windows-Einstellungen die Erkennbarkeit des Bildschirminhaltes verbessert werden. So lassen sich Elemente wie die Schrift und die Symbole in ihrer Farbe und Größe verändern.

Sehbehinderte sollten auch einen möglichst großen, flimmerfreien Monitor wählen, z.B. 19 oder 21 Zoll.
Einige Sehbehinderte bevorzugen spezielle Tastaturen mit besonders kontrastreicher und großer Beschriftung. Zu empfehlen ist aber das Erlernen des "blindschreibens" im 10-Finger-System.

Führen all diese Möglichkeiten zu keinem befriedigenden Ergebnis, so empfielt sich die Verwendung einer Vergrößerungssoftware.
Bei einer Vergrößerungssoftware wird der Inhalt des Computerbildschirms vergrößert dargestellt. Entweder wird der vergrößerte Bildausschnitt auf dem gesamten Bildschirm abgebildet oder es erfolgt eine Bildschirmteilung (gleichzeitig Normaldarstellung und Vergrößerung), es kann auch eine Vergrößerung nur um den Mauszeiger herum erfolgen.
Einstellbar ist die Vergrößerung sowie die Farbendarstellung (Hintergrund, Text, Mauszeiger).

Eine Sprachausgabe kann zusätzlich zur Unterstützung am Computer eingesetzt werden.

Eine Marktübersicht verschiedener Vergrößerungsprogramme, Produkttests und Anbieter finden Sie auf der Homepage des Projektes INCOBS unter

http://www.incobs.de.

Die Vergrößerungssysteme werden hier als "Großbildsysteme" bezeichnet.

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Hartmut Wittig, Eberswalde | Datum der letzten Änderung: 10. April 2010